Esso (Kamchatka, Russia)

Der letzte Ort im russischen Lonely Planet. Ziemlich fernab – zugegeben. 10 Stunden Busfahrt über Asphalt, Schotterpiste und Matsch ging es von Yelizovo nach Esso. Esso ist ein niedlicher, ziemlich zerklüfteter Ort mit knapp 3000 Einwohnern. Teils Russen und teils die Itenmenen (die ursprünglichen Einheimischen).
Die Häuser sind meistens aus Holz und nett zusammengeschustert. Der ganze Stolz der Einwohner sind die heissen Quellen. Fast jeder hat draussen einen heissen Pool. Reinsetzen und geniessen. Das taten wir auch. Herrlich, die haben permanent fliessend heisses Wasser direkt aus dem Zapfhahn der Natur. Ansonsten kann es im Winter hier aber ziemlich ungemütlich werden und das Wetter wechselt schnell. Das merkten wir schnell, als wir am ersten Tag eine 20km Wanderung hinter uns brachten. Herrlicher Sonnenschein wechselt sich mit plötzlichen Schneefall ab. Dazu begleiteten uns Bärenspuren von grossen und kleinen Bären. Das Tourismuscenter hatte uns eine Signalfackel mitgegeben für den Notfall zur Verteidigung. Klang auch besser als der Tipp des Guidebooks, sich bei Bärenangriff auf den Bauch zu legen und die Position auch wieder einzunehmen, wenn der Bär einen mit seiner Tatze wieder umdreht. Zudem wurden uns geraten ordentlich Lärm zu machen und uns laut zu unterhalten. Das taten wir nicht, denn wir legten es noch mal drauf an einen Bären zu treffen, was uns allerdings verwehrt blieb.
Unsere Unterkunft eine relativ neue Blockhütte und Sascha, unser ca. 60-jähriger Gastgeber, war ein grossartiger Koch. Verständigung in der gesamte Region gestaltete sich eher als schwierig, aber die Gastfreundschaft der Leute war super.
So blieben wir 2 Tage, bevor es mit dem Bus zurückging.
In Yelisovo wartete Martha, unsere Gastgeberin im Hostel auf Ihren Mann, der seit einiger Zeit unterwegs ist. Wir fanden heraus, dass er Geologe ist und häufig mitten in der Wildnis unterwegs ist, um unter anderem die Fliessgeschwindigkeit der Flüsse in verschiedenen Gegenden Kamtschatka’s zu messen. Dazu hat er sein Pferd dabei, um besser voran zu kommen. Nun, in dieser Nacht, in der er erwartet wurde, kam er nicht, sondern ein Tag später. Die Geschichte dazu: In der letzten Nacht in seinem Camp, kam ein Bär und attackierte sein Pferd. Das Pferd konnte sich durch einen glücklichen Umstand losreißen und galoppierte davon. Er wachte auf und nahm sein Gewehr und rannte hinter dem Bären her, der wiederum hinter dem Pferd hinterher war. Ein Schuss schlug den Bären in die Flucht, jedoch auch sein Pferd, sodass er am Morgen sein Pferd in der Wildnis suchte und glücklicherweise fand, um wieder nach Hause zu kommen. Krasse Geschichte finden wir.
Wir genossen den letzten Tag in Kamtschatka noch in einem der Bassins, die mit heissem Wasser gespeist werden und nach einem selbst gemachten vorzüglichem Abendessen ging es am Morgen dann weiter nach Vladi(Voss)tok. Kamtschatka – ein toller Fleck auf unserer Erdkugel. Magisch!
4fun Baerentatze Bassin Dog downunder Esso (1) Esso Hochstand IMG_0894 riding_local River Schilderwald Snow suicide Eichhoernchen Tal Tatzen Trek Ways (1) Ways Wurzel Yurte (1) Yurte Ziel
For Food 🙂

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